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Die Einnistung unterstützen – zusammen

Nach der Befruchtung macht sich die Eizelle auf den Weg zur Gebärmutterschleimhaut und nistet sich ein. Dort wird sie wie in einem wohligen Nest von der Gebärmutter mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Was sich im Körper der Frau abspielt, betrifft aber auch den Mann: Deswegen können Sie beide etwas tun, um den Prozess der Einnistung gemeinsam zu unterstützen. Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Eizelle auf Wanderschaft – das passiert bei der Einnistung

Etwa fünf Tage nach der Befruchtung ist aus der mit dem Spermium verschmolzenen Eizelle bereits eine sogenannte Blastozyste entstanden.1 Diese wandert nun Richtung Gebärmutterschleimhaut und nistet sich dort ein. Mediziner bezeichnen den Prozess auch als Nidation oder Implantation.2

Kurz und knapp: Eizelle auf Wanderschaft

  1. Nach dem Eisprung wandert die Eizelle in Richtung Eileiter
  2. Im Eileiter trifft das Spermium auf die Eizelle und es kommt zur Befruchtung – eine Zygote entsteht.
  3. Fünf Tage lang teilt sich die Zygote nun immer weiter bis die Blastozyste entstanden ist. Sie besteht aus circa 100 Zellen.4
  4. Die Gebärmutterschleimhaut wartet bereits auf die befruchtete Eizelle und ist seit Beginn des Zyklus bereit für die Einnistung. Blastocyste (der frühe, junge Embryo) und Gebärmutterschleimhaut kommunizieren miteinander: Sobald die Blastozyste (der spätere Embryo) einen passenden Fleck gefunden hat, sendet sie Botenstoffe (Hormone) aus, um der Gebärmutter mitzuteilen, dass sie bereit zum Einnisten ist. Durch die hormonelle Antwort der Gebärmutter startet die Einnistung.
Weg der Eizelle durch den Eileiter bis zur Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut als Infografik dargestellt.

Ein wichtiges Hormon bei dieser ersten Unterhaltung zwischen Mutter und Embryo stellt das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) dar. Darüber hinaus verhindert es, dass die Gebärmutter ihre Schleimhaut ausscheidet und die Menstruation stattfindet.

In der Grafik ist der Weg der Eizelle bis zur Einnistung dargestellt.

Einnistung unterstützen – das können Sie tun

Die Einnistung der Blastozyste ist ein wichtiger und herausfordernder Schritt für den zukünftigen Embryo. Viele Paare fragen sich demnach, ob es möglich ist, die Einnistung durch bestimmte Maßnahmen zu unterstützen. Gibt es Lebensmittel, die den Vorgang positiv beeinflussen? Wie lässt sich die Einnistung fördern? Was schadet der Einnistung?

Was schadet der Einnistung? Alkohol, Stress & Co.

Jede Frau mit Kinderwunsch sollte auf Alkohol und Zigaretten verzichten. Die Devise ist nicht nur wichtig, um den Prozess der Einnistung zu unterstützen, sondern auch, damit der Embryo während der gesamten Entwicklung geschützt ist. Tipp für den Partner: Versuchen auch Sie Suchtmittel zu meiden, um Ihre Frau bei diesem Schritt so gut es geht zu unterstützen. Ganz nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“.

Generell gilt bei Kinderwunsch: Stress vermeiden und Ruhemomente schaffen. Nehmen Sie sich Zeit für einander und unterstützen Sie somit auch die Einnistung. Ein entspannter Abend im Kino, ein leckeres Essen oder einfach zu Hause mit einem entspannenden Bad den Tag ausklingen lassen – so könnten Sie zusammen der Alltagslast entfliehen.

Paar meditiert gemeinsam am Strand - mit Ruhe können Sie die Einnistung der befruchteten Eizelle fördern.
Weniger Stress – die Einnistung fördern.

Können bestimmte Lebensmittel die Einnistung fördern?

Auch das Thema ausgewogene Ernährung steht nun auf dem Programm – und zwar für beide Partner. Der Gehalt an Folat (natürliche Form der Folsäure) sollte beispielsweise gedeckt sein. Das hat zwei wesentliche Gründe:

  1. Das Vitamin kann sich beim Mann positiv auf die Spermienqualität auswirken.
  2. Folsäure spielt bei der Frau eine Rolle beim Wachstum des mütterlichen Gewebes.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt einem gesunden Erwachsenen, 300 Mikrogramm Folat pro Tag aufzunehmen – bei Frauen mit Kinderwunsch erhöht sich der Bedarf auf 400 Mikrogramm.5 Zu den Nahrungsmitteln, die reich an Folat sind, zählen grünes Gemüse wie Spinat oder Brokkoli und Nüsse sowie Vollkornprodukte.

FAQs für Schnelleser

Wirkt sich Kaffee auf die Einnistung aus?
Studien zeigen, dass Frauen, die fünf oder mehr Tassen Kaffee am Tag trinken, seltener schwanger werden.6 Ein geringer Konsum sollte aber keine Auswirkungen haben. Ein bis zwei Tassen täglich ist demnach in Ordnung.
Ist Geschlechtsverkehr für die Einnistung problematisch?
Sehr wahrscheinlich spielt es keine Rolle, ob Sie während der Einnistungsphase Sex haben oder nicht.
Kann sich Sport während der Einnistung schlecht auswirken?
Eher im Gegenteil. Sportliche Betätigung baut Stress ab und macht gute Laune. Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben, sondern das für Sie perfekte Sportpensum selbst bestimmen.

Lässt sich die Einnistung erkennen?

Gerade wenn Sie als Paar Ihrem Kinderwunsch nachgehen, achten Sie noch deutlicher auf mögliche Schwangerschaftsanzeichen. Kommt es zur Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut, bleibt dies meist unbemerkt. Das Auftreten von Symptomen ist jedoch manchmal möglich. An diesen Anzeichen lässt sich mitunter eine Einnistung erkennen:

  • Einnistungsschmerz: Setzt sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut fest, kann es kurzzeitig zu Schmerzen kommen. Vergleichbar ist das Gefühl mit dem Eisprungschmerz (Mittelschmerz), den manche Frauen jeden Monat spüren. Doch es besteht ein Unterschied: Der Einnistungsschmerz kann ein bis drei Tage dauern, während die Beschwerden des Eisprungs meist nach ein paar Stunden nachlassen. Im Normalfall handelt es sich um keine starken Schmerzen.
  • Einnistungsblutung: Sie ist auch als Nidationsblutung bekannt und macht sich manchmal in Form von einer sehr geringen Menge hellen Blutes bemerkbar. Die Blutung ist keinesfalls mit der Monatsblutung der Frau zu vergleichen. Sie entsteht durch eine kleine Verletzung in der Gebärmutterschleimhaut, die zustande kommt, wenn die Einnistung beginnt.

Zudem kann es sein, dass die werdende Mama bereits in diesem Stadium öfter die Toilette aufsuchen muss. Das liegt an dem Schwangerschaftshormon hCG, das unter anderem die Durchblutung der Blase fördert und damit auch den Harndrang. Zusätzlich entspannt sich durch das Hormon Progesteron die Blasenmuskulatur.