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Unerfüllter Kinderwunsch

Sie leben in einer glücklichen Beziehung und wünschen sich ein gemeinsames Kind? Bleibt der sehnliche Kinderwunsch für längere Zeit unerfüllt, kann das bei Paaren zur Beunruhigung führen. Erfahren Sie hier, was Sie auf dem Weg zu Ihrem Wunschbaby unterstützend tun können.

„Die häufigste Konstellation bei unerfülltem Kinderwunsch? Nicht-optimale Ausprägungen der reproduktiven Parameter sowohl auf weiblicher als auch männlicher Seite.“

Prof. Dr. med. Michael Zitzmann
Facharzt für Innere Medizin,
Endokrinologie und Andrologie,
Universitätsklinikum Münster

Was sind die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch?

Schon länger versuchen Sie beide schwanger zu werden? Aber was heißt „schon länger“. Jedes Paar, jede Frau und jeder Mann, hat dazu ein eigenes subjektives Empfinden. Wenn dann noch gefühlt alle befreundeten Paare um Sie herum Nachwuchs bekommen, nur bei Ihnen will es scheinbar einfach nicht gelingen, sorgt das oft für viele Emotionen und die Psyche wird teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Doch keine Sorge: Sie sind nicht allein! Etwa 1,5 Millionen Paare in Deutschland sind (noch) ungewollt kinderlos.1

„Die Ursachen bei Mann und Frau sind meist komplex-interaktiv und sowohl in Alter, als auch in Stress, Erschöpfung, Über-bzw. Untergewicht, mangelhafter Ernährung, und Vitaminmangel zu suchen.“

Prof. Dr. Med. Michael Zitzmann
Facharzt für Innere Medizin,
Endokrinologie und Andrologie,
Universitätsklinikum Münster

Aber beunruhigen Sie sich bitte nicht! Bei den meisten Paaren liegt keine vollständige Unfruchtbarkeit vor, sondern lediglich eine Funktionsstörung. Diese Beeinträchtigung kann die unterschiedlichsten Gründe haben, wie beispielsweise Stress, Übergewicht, Ungleichgewicht im Hormonhaushalt oder Erkrankungen. Bei Interesse klicken Sie sich einfach durch:

Besonders die Ungeduld bringt Paare bei einem unerfüllten Kinderwunsch oft an die (psychischen) Grenzen und verstärkt den Druck. Es ist durchaus normal, dass es länger dauert, bis es mit einer erfolgreichen Befruchtung auf natürlichem Weg funktioniert. Wichtig ist: Lassen Sie den Sex nicht zu einer reinen Pflichtübung werden, die Sie nur an den bestimmten fruchtbaren Tagen (welche Sie mit dem Eisprungrechner bestimmen können) vollziehen. Genießen Sie bewusst die Zweisamkeit – so führt „die schönste Nebensache der Welt“ vielleicht von ganz allein zum Wunschkind. Zudem gibt es auch Möglichkeiten, wie Sie beide Ihre biologischen Vorrausetzungen natürlich unterstützen können.

Da sowohl die Fruchtbarkeit bei der Frau als auch die Spermienqualität beim Mann mit dem fortschreitenden Alter nachlassen können, dauert ein später Kinderwunsch um die 40 manchmal etwas länger. Informieren Sie sich hierzu:

Solange eine Schwangerschaft noch auf sich warten lässt, nutzen Sie diese Zeit doch für schöne Momente zu zweit. Treffen Sie sich mit Freunden zu einem Spieleabend oder gehen Sie mal wieder in Ihr Lieblingsrestaurant. Denn Ablenkung verkürzt nicht nur die Wartedauer, sondern entspannt den Körper und trägt zur Empfängnisbereitschaft bei.

Diagnosestellung durch Tests

Wenn sich nach einem Zeitraum von einem Jahr oder länger trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft einstellt, kann eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegen.3 Dann sollten Sie Rat bei einem Arzt suchen. Er kann die Gründe herausfinden, Ihnen gezielt Tipps geben oder eine passende Behandlung beginnen.

Begleiten Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin am besten beim Arztbesuch und unterstützen Sie sich so gegenseitig.

Die Diagnose verläuft meist nach einem bestimmten Schema. Zu Beginn gibt es ein ausführliches Arztgespräch (Anamnese), bei dem die Krankenvorgeschichte des Paares abgefragt wird. Dabei werden beispielsweise Themen besprochen, wie:

  • Monatszyklus der Frau
  • Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs
  • Einnahme von Medikamenten
  • allgemeiner Gesundheitszustand
  • bekannte Vorerkrankungen
  • frühere Schwangerschaften oder Fehlgeburten

Im Anschluss daran erfolgen verschiedene körperliche Untersuchungen, die zum Ziel haben, die Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches herauszufinden. Folgende drei Faktoren werden betrachtet:

  • Qualität der Spermien
  • Regelmäßigkeit des monatlichen Eisprungs
  • Funktion der Eileiter

Um die Gründe einer ausbleibenden Schwangerschaft herauszufinden, kommen bei der Frau häufig diese Tests zum Einsatz:

  • Ultraschalluntersuchungen
  • Abtasten der Genitalorgane
  • Hormonbestimmung im Blut
  • Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter
  • Abgabe der Urinprobe
  • Abstrich

Beim Mann sieht der Check anders aus:

  • Untersuchung der äußeren Genitalien
  • Prüfung der Spermienqualität (Anzahl, Aussehen, Beweglichkeit)

Zusätzlich führt der jeweilige Arzt bei beiden Partnern eine mikrobiologische Analyse auf eine Genitalinfektion durch, falls ein Verdacht besteht.

Sobald die Diagnose feststeht, kann eine entsprechende Behandlung beginnen, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen und Sie einen Schritt weiter in Richtung Wunschkind zu führen.

Therapieansätze im Überblick

Je nach der festgestellten Ursache existieren unterschiedliche Verfahren, damit sich Ihr Kinderwunsch erfüllt. Ist eine Erkrankung oder Störung, wie beispielsweise eine Schilddrüsenfehlfunktion, Diabetes oder eine Infektion der Grund der bisherigen Kinderlosigkeit, sollte die Ursache behandelt werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke und des gesamten Hormonhaushalts durch Medikamente.

In seltenen Fällen können gutartige Geschwülste in der Gebärmutter (Myome) vorhanden sein. Dann ist eine Operation sinnvoll, um diese zu entfernen und eine bessere Voraussetzung für eine natürliche Befruchtung zu schaffen.

Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass sich der Druck, schwanger zu werden, bei beiden auf das Gemüt legt. Sprechen Sie miteinander und holen Sie sich bei Bedarf professionelle Unterstützung. Befreit von Ängsten und Zwängen sind Sie einen wichtigen Schritt in Ihrer Familienplanung weiter.

Was Sie noch tun können, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt?

Haben Sie das Gefühl, bereits alles unternommen zu haben, und der gewünschte Erfolg stellt sich trotzdem nicht ein, gibt es für Sie als Paar noch weitere Möglichkeiten, schwanger zu werden. Darauf haben sich sogenannte Kinderwunsch-, Reproduktions- oder Fertilitätszentren spezialisiert. Diese Zentren bieten zum Beispiel folgende Therapien an:

Die Hände einer Frau liegen in Männerhänden und darin ist ein kleines Herz - es steht für den unerfüllten Kinderwunsch.
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Kind zu bekommen.

Samenübertragung (Insemination)

Die Insemination ist eine Kinderwunsch-Behandlung, die Ihnen beiden auf natürlichem Weg zum Wunschkind verhelfen kann. Der Arzt überträgt die Spermien des Mannes zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in die Gebärmutter der Frau. Es handelt sich in der Regel um ein schmerzfreies Verfahren.

  1. Follikelstimulation: In einem ersten Schritt bekommen Sie als Frau Medikamente, die die Eizellreifung hormonell anregen. Wenn das Ei reif genug ist, leitet eine Injektion mit natürlichen Botenstoffen den Eisprung ein. Manchmal kann aber auch der natürliche Zyklus der Frau genutzt werden. Dann entfällt dieser Schritt.
  2. Samenaufbereitung: Am Tag des Eisprungs gibt der Mann frisches Sperma ab. Er kann entweder in einem dafür ausgelegten Raum oder in Absprache mit dem Arzt zu Hause masturbieren. Ein Labor arbeitet die Spermien auf. Dafür geben die Labor-Mitarbeiter eine spezielle Flüssigkeit zum Ejakulat und zentrifugieren es. Auf diese Weise lassen sich die fittesten Spermien herausfiltern. Nur die führt der Gynäkologe in die Gebärmutter ein.
  3. Spermieninjektion: Mithilfe eines dünnen Schlauchs bringt der Arzt die Samenflüssigkeit in die Gebärmutter oder Eileiter.

Durch die Insemination gelangen die Samenzellen bei Kinderwunsch in der Regel schneller in die Eizelle als beim Sex.1

 

In-vitro-Fertilisation (IVF)

Bei der In-vitro-Fertilisation bringt der Arzt die Spermien und die Eizelle außerhalb des Körpers zusammen.

  1. Samenaufbereitung: Der Mann gibt während der Follikelpunktion (Schritt 2) frisches Sperma im Labor ab. Dort findet eine Aufbereitung des Ejakulats statt. Die kräftigsten Samenzellen werden für die Befruchtung ausgewählt
  2. Follikelpunktion: Ungefähr 36 Stunden, nachdem die Ärzte den Eisprung gezielt ausgelöst haben, beginnt die Follikelpunktion.2 Der Gynäkologe entnimmt der Frau mit einer feinen Nadel mehrere herangereifte Eizellen aus den Eierstöcken. Dieser Eingriff findet unter Narkose statt.
  3. Befruchtung: Eine Fachkraft reichert die gewonnenen Samen- und Eizellen mit einer speziellen Nährflüssigkeit an und stellt sie in einen Brutschrank. Die Befruchtung soll darin, also außerhalb des Körpers, stattfinden.
  4. Kultivierung der Embryos: Der Arzt sucht mithilfe eines Mikroskops die erfolgreich befruchteten Eizellen heraus. Sie entwickeln sich anschließend im Brutschrank weiter, bis sie nach zwei bis drei Tagen das 4- bis 8-Zellstadium erreicht haben.3
  5. Embryonaltransfer: Zwei bis sechs Tage nach der Follikelpunktion setzt der Gynäkologe bis zu drei Embryonen mithilfe eines elastischen Schlauchs in die Gebärmutter ein.4

Durch die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung in Form einer IVF kann sich ein unerfüllter Kinderwunsch bei einigen Paaren realisieren.

 

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die ICSI eignet sich als Verfahren auch dann, wenn die Spermien des Mannes nicht beweglich genug sind. Der Arzt führt die Samenzelle direkt in die Eizelle ein, sodass sie den Weg nicht aus eigener Kraft finden müssen.

  1. Stimulierung der Ovarien: Vorbereitend findet eine hormonelle Behandlung der Frau statt, um die Eierstöcke zu stimulieren.
  2. Follikelpunktion: Circa 36 Stunden nach dem ausgelösten Eisprung entnimmt der Arzt reife Eizellen aus den Eierstöcken.5
  3. Befruchtung: Auch bei dieser Methode findet die Befruchtung nicht im Körper statt. Unter dem Mikroskop führt eine Fachkraft in jede entnommene Eizelle mit einer feinen Nadel aktiv eine Samenzelle ein.
  4. Kultivierung der Embryos: Im Brutschrank entwickelt sich die Eizelle weiter. Am Tag nach der Befruchtung können die Laboranten feststellen, ob die Befruchtung erfolgreich war.6
  5. Embryonaltransfer: Zwei bis sechs Tage nach der Eizellenentnahme bettet der Arzt genau wie bei der IVF die Embryonen in die Gebärmutter ein.7

Mittlerweile wenden Ärzte die ICSI-Methode bei Paaren mit Kinderwunsch am häufigsten an.8

Informieren Sie sich gemeinsam bei der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung – BKiD:

Um bestmögliche Voraussetzungen für das Wunder der Befruchtung zu schaffen, können Sie zusätzlich die Produkte von consiva® verwenden.

FAQs: Das Wichtigste zusammengefasst

Welcher Arzt ist die beste Anlaufstelle?
Gehen Sie zuerst zum Hausarzt, um etwaige Vorerkrankungen auszuschließen. Danach sollten Frauen einen Gynäkologen und Männer einen Urologen oder Andrologen aufsuchen.
Was können Sie tun, wenn der unerfüllte Kinderwunsch Sie seelisch belastet?
Das ist normal. Sollte diese Belastung unerwünschte Auswirkungen auf Ihre Beziehung oder die Lust beim Sex haben, könnte es sinnvoll sein, gemeinsam über eine Paar- oder Sexualberatung nachzudenken.
Welche Ziele verfolgt die Diagnostik?
Um eine Unfruchtbarkeit festzustellen, muss der Arzt unter anderem die Eileiter und die Spermienqualität untersuchen. Zudem prüft er, ob der Eisprung regelmäßig stattfindet.